Unser Lernweg

Sehr gerne stellen wir uns und unseren Weg vor


Die Maria-Montessori-Schule Dorsten wurde 2006 durch eine Elterninitiative ins Leben gerufen und ging zum Schuljahr 2007/2008 an den Schulstart. Die staatlich anerkannte Ersatzschule versteht sich als Alternative und Ergänzung zu den bestehenden Regelschulen in Dorsten.

 

Seit dem Schuljahr 2010/2011 besteht auch die Montessori-Reformschule mit dem Bildungsgang der Realschule. Beide Schulen werden sich zum Schuljahr 2016/2017 am Montessori-Campus in Dorsten Wulfen ansiedeln.

 

Heute besuchen ca. 100 Schülerinnen und Schüler in vier jahrgangsgemischten Klassen die Maria-Montessori-Schule (private Grundschule) in Dorsten und 135 Schüler die Montessori-Reformschule (private Realschule) in Wulfen.

In jeder Klasse befinden sich max. 26 Schüler. Die Kinder lernen in einer jahrgangsgemischten Gruppe der Jahrgänge 1. bis 4. Schuljahr.


 

Kein Kind ist wie das andere

Jedes Kind lernt anders, um sich die Welt zu Eigen zu machen.

Manchen fällt das Fach Deutsch leichter, anderen Mathematik, dafür empfinden sie andere Fächer als schwieriger. Kinder entwickeln sich selbst in einem Wechselspiel aus Individualität und Umwelt, sie formen ihre eigene Persönlichkeit. Dazu benötigen sie ihr ganz eigenes zeitliches Tempo. So eignet sich jedes Kind seine ganz persönlichen Fähig- und Fertigkeiten an.

Zum Konzept der Schule gehört auch eine inklusive Arbeit. Den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung setzen wir in vier Klassen um. Zwei Heilpädagoginnen und eine Lehrkraft mit einer sonderpädagogischen Zusatzqualifikation begleiten die Kinder im Unterricht.

Kinder sind von sich aus neugierig und wissbegierig

Kinder sind von sich aus neugierig und wissbegierig. Dieser kostbaren Eigenschaft gilt es sich anzunehmen und sie zu unterstützen. Genau hier setzt das Montessori-Lernkonzept an: Die bereits weltweit etablierte Schulform ermöglicht eine individuell optimale Förderung für jedes einzelne Kind. Sie werden Schritt für Schritt an ein selbstständiges Lernen herangeführt und erhalten zudem durch die speziellen Montessori-Materialien einen Anreiz und eine Herausforderung zugleich, weitere Lernimpulse wahrzunehmen. Das besondere Material ist eines der Hauptmerkmale der Montessori-Pädagogik.


 

Unsere pädagogischen Konzepte

Wie bereits oben ausgeführt, sind die Konzepte Maria Montessoris unsere wichtigste Grundlage, um unsere Kinder zum Lernen und Erleben anzuregen.

Neben diesen Grundlagen sehen wir den bewegungstherapeutischen Ansatz von Elfriede Hengstenberg als wichtige Ergänzung zum bestehenden pädagogischen Konzept.

Bewegungsangebot nach Elfriede Hengstenberg

 

Elfriede Hengstenberg (1892-1992) war Gymnastiklehrerin. 1915 begann sie in Berlin an verschiedenen Schulen und privat in eigenen Räumen mit ihrem "Kinderunterricht".

 

Dieser Turnunterricht sollte in erster Linie die Körper- und Haltungsentwicklung heranwachsender Kinder unterstützen. Die dieser Zielvorstellung entsprechenden gymnastischen Angebote versuchte sie, durch Musikbegleitung, Bewegungsspiele sowie durch Sprung- und Schwungübungen lebendiger und abwechslungsreicher zu gestalten, auch um den Kindern Freude an der Bewegung zu vermitteln. Mit zunehmender Erfahrung und durch intensive Beobachtung erkannte sie jedoch bald, dass z.B. schlechte Haltung selten oder kaum von außen korrigiert werden kann. „Sie ist mit all ihren Symptomen der Ausdruck einer ungünstigen Verhaltensweise des Kindes im physischen wie im psychischen Sinn" (E. Hengstenberg).

 

Weitere intensive Beobachtungen zeigten ihr die Notwendigkeit, sich für die Gesamtentwicklung des Kindes und seine Lebensbedingungen zu interessieren, um den wirklichen Bedürfnissen der Kinder gerecht werden zu können.

 

Elfriede Hengstenberg war es wichtig, Kinder anzuregen, sich im selbstständigen Tun forschend mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Sie können dadurch die ursprünglichen Fähigkeiten durch ihnen eigene, individuelle Elemente der Bewegung entdecken, um Selbstbewusstsein und Standhaftigkeit zu erlangen.


In ihrem Unterricht gab es keine Übungen zum Nachmachen, sondern Angebote und Aufgaben, Versuche und Experimente. Dafür ließ sie Geräte anfertigen, die die Kinder interessierten und herausforderten, sie zu erkunden. Balancier- und Kletterstangen, Schaukelbretter, Stehleitern, Kippelhölzer, Hocker und vieles mehr fordern die Kinder auf, sich in den vielfältigsten Formen zu bewegen: Stützen, Steigen, Springen, Klettern, Krabbeln, Greifen, Ziehen, Schieben, Liegen, Hängen, Schwingen und Balancieren sind funktionsmotorische Formen, sog. Grundtätigkeiten, mit denen konditionelle und koordinative Fähigkeiten in kindgerechter Form geschult werden können.

 

Die vielseitigen und beweglichen Bauelemente bieten den Kindern die Möglichkeit Bewegungslandschaften zu bauen, die jeder in seinem eigenen Zeitmaß und seiner eigenen Dynamik erkunden darf und die der Entfaltung der Geschicklichkeit, Bewegungsplanung und vor allem Bewegungsfreude Raum geben. So können sich die Kinder in ihrer ganzen Körperlichkeit erleben.

 

Zum Bewegen hat Elfriede Hengstenberg bestimmte SPIEL-REGELN aufgestellt:
 

  • Du bewegst Dich barfuß.
    (Als Grundlage sinnvoller Wahrnehmung, um sich selber sicheren Halt und Stand zu verschaffen.)

  • Lass Dir und den anderen Zeit.

  • Tue nur das, was Du Dir allein zutraust.


Indem die Kinder sich barfuß bewegen, begreifen sie über ihre Fußsohlen die unterschiedlichen Oberflächen und entdecken die Lebendigkeit ihrer Zehen, mit denen sie sich einen sicheren Halt verschaffen.

 

All die Erfahrungen, die die Kinder im Umgang mit dem Material und ihrem Körper machen, werden sie in den Alltag übertragen können: Wie verhalte ich mich, wenn es wacklig wird? Wie falle ich? Ich kann zurückgehen, wenn ich mir zu viel zugemutet habe. Ich weiß, was ich kann. Ich kann mir Zeit lassen.


Die Hengstenberg-Bewegungsmaterialien lassen sich vielfach miteinander und mit anderen Bewegungs-materialien kombinieren, z.B. Emmi Piklers Ansätze. In ergotherapeutischen und heilpädagogischen Praxen werden sie bereits seit vielen Jahren eingesetzt.

 

Über die Internetseiten der Pikler Gesellschaft Berlin e.V. sowie der Pikler-Hengstenberg-Gesellschaft Österreich sind weitere Informationen zu erhalten.

 


Elfriede Hengstenberg
Quelle: Arbor Verlag


Emmi Pikler
Quelle: Wikipedia

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